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Fliegeruhr: Alles ĂŒber die Pilotenuhr

Damit Piloten beim Fliegen die Uhrzeit besser ĂŒberwachen konnten, gibt es seit 1920 Fliegeruhren, welche fĂŒr PrĂ€zision, raffinierte Ingenieurleistung sowie der Pionierleistung der Luftfahrt stehen. Die robusten Armbanduhren fĂŒr Piloten, waren damals grĂ¶ĂŸer als andere Uhren und wurde deswegen ĂŒber der Kleidung getragen.




Inhaltsverzeichnis

» Die besten automatik Fliegeruhren
» Automatik Fliegeruhren aus Saphirglas oder Mineralglas?
» Mechanische Variante: Fliegeruhr mit Handaufzug
» Die Eigenschaften einer Pilotenuhr
» Die Geschichte der Fliegeruhr
» Offizieller Standard fĂŒr Pilotenuhren (TESTAF)
» Eine Beobachtungsuhr als Herrenuhr
» Fliegeruhren Marken
» Mondlandung inklusive
» FAQ – HĂ€ufige Fragen zu Fliegeruhren
» Quellen und weiterfĂŒhrende Informationen


Damit der Pilot die Pilotenuhr jederzeit beim Fliegen mit seinen Handschuhen bedienen konnte, waren ebenfalls die Bedienelemente, wie die Krone und der Stoppuhr DrĂŒcker grĂ¶ĂŸer.

Heutzutage ist die Fliegeruhr eine beliebte Herrenuhr, welche meist mit einem Lederarmband kombiniert wird und fĂŒr technologischen Fortschritt sowie PrĂ€zision steht. Durch die robuste Bauweise sowie der besonderen Geschichte ist die Uhr nicht nur bei Freunden der Luft beliebt sondern hat sich als elegante und hochwertige Herrenuhr etabliert, welche von vielen Herstellern im Sortiment gefĂŒhrt wird.

Die Pilotenuhr passt zu so gut wie jedem Anlass und ist dank ihrer langlebigen Konstruktion der perfekte Begleiter fĂŒr den Alltag. Ob zum Anzug mit Krawatte oder auch bei einem sportlichen Look – eine Pilotenuhr passt sich jeder Situation an und ist ein eleganter Begleiter.

Mit Hilfe einer drehbaren LĂŒnette konnte der Pilot ohne Probleme den Flugstart vermerken. Frankreich entwickelte damals, als einer der ersten LĂ€nder, die Fliegeruhr, die Schweiz und auch Deutschland folgten nur kurze Zeit spĂ€ter. LĂ€nder, welche nicht die notwendigen Ressourcen oder das benötigte Know-How hatten, importierten Fliegeruhren von anderen LĂ€ndern.

Es war fĂŒr die Piloten wichtig, die Uhrzeit in kurzer Zeit erkennen zu können. Deswegen zeichnet eine Pilotenuhr markante, gut erkennbare Zeiger fĂŒr Sekunden, Minuten und Stunden aus. In manchen Modellen kommen ebenfalls Leuchtzeiger zum Einsatz, damit man die Uhrzeit immer so gut erkennen kann wie möglich. 30 Jahre spĂ€ter, im Jahre 1950 erfuhren die Flieger-Chronographen eine grĂ¶ĂŸere Beliebtheit und wurden mit weiteren nĂŒtzlichen Features wie einer weiteren Zeitzonen-Anzeige ausgestattet.

Ebenfalls sehr praktisch fĂŒr Piloten und deswegen eine sehr nĂŒtzliche Erweiterung war eine Anzeige fĂŒr die Weltzeit, ein Rechenschieber oder auch die Möglichkeit Flugdatenberechnungen durchzufĂŒhren sowie Mehrzonen Funkzeit. Bevor die Fliegeruhr als Armbanduhr produziert wurde, gab weitaus grĂ¶ĂŸere Fliegeruhren, welche in der Amaturentafel des Flugzeugs eingebunden waren. Mit den nĂŒtzlichen Erweiterungen und der praktischen Handhabung, konnte die Fliegeruhr ihren Nutzen beweisen.


Die besten automatik Fliegeruhren

Hochwertige Fliegeruhren sind meistens mit einem Automatikaufzug ausgestattet. Dadurch wird die Fliegeruhr von alleine aufgezogen, welches die Genauigkeit der Uhrzeit sicherstellt. Manuelle Uhren mĂŒssen selbst von Hand aufgezogen werden. Damit die Ganggenauigkeit so hoch wie möglich bleibt, ist es wichtig auf die ideale Spannung der Aufzugsfeder zu achten. Eine weitere Möglichkeit stellt ein Quarzuhrwerk dar, was elektronisch bedient wird und deswegen immer eine Batterie benötigt. Zu den mechanischen Uhrwerken zĂ€hlen Automatikuhrenwerke und Manuelleuhrenwerke. Nachfolgend finden Sie die besten Fliegeruhren auf Amazon:

Platz 1: Automatik Fliegeruhr Basis Aachen von Laco
Bei der automatik Fliegeruhr Basis Aachen von Laco handelt es um eine hochwertige Uhr, welche in Deutschland hergestellt wird. Sie ist fĂŒr ihre hochwertige Verarbeitung und gute QualitĂ€t bekannt und sogar wasserdicht. Laco bietet diese Uhr fĂŒr Herren und Frauen an und man kann zwischen den Farben Braun und Silber wĂ€hlen. Laco erhĂ€lt fĂŒr diese Uhr auf Amazon im Bereich Fliegeruhren die meisten Bewertungen und mit 4,5 von 5 Sternen. Die Pilotenuhr wurde im Jahr 2010 von Laco entworfen und mit Saphirglas ausgestattet. Das GehĂ€usedurchmesser ist bei 39 Millimeter, was es zu einer recht großen Uhr macht. Dennoch gibt es weitaus grĂ¶ĂŸere Uhren auf dem Fliegeruhrenmarkt. Das hochwertige EdelstahlgehĂ€use wurde sartiniert, damit keine Spiegelungen entstehen. Auch im Dunklen kann man die Uhrzeit gut erkennen, denn die hochwertige Leuchtmasse erhellt die Uhrzeiger. Laco ist ein Uhrenhersteller mit einer langen Tradition und Liebe zum Detail.
Platz 2: Burgmeister Herren Automatikuhr Montreal
Die Herren Automatikuhr Montreal von Burgmeister zĂ€hlt ebenfalls zu einer der besten Fliegeruhren und ist auf Amazon ebenfalls recht beliebt. Das Modell stammt aus dem Jahr 2012 und hat einen GehĂ€usedurchmesser von 43 Millimeter. Das Armband besteht aus echtem Leder und hat ein automatik Uhrwerk. Anstatt Saphirglas, kommt die Automatikuhr mit einem Mineralglas und einem EdelstahlgehĂ€use. Mit mehr als 127 Bewertungen auf Amazon und 4 von 5 Sternen ist die Uhr Montreal ein beliebte Wahl bei Fliegeruhren-Fans. Das Armband der Uhr ist doppelt vernĂ€ht und die hochwertige Dornschließe unterstreicht das edle Design der Uhr.
Platz 3: Gigandet Red Baron Automatik Fliegeruhr
Im dunklen gut zu erkennen und mit einem schwarzen Design – die Gigandet Red Baron ist eine automatik Fliegeruhr, welche mit einem EdelstahlgehĂ€use sowie einem Lederarmband einen hochwertigen und auch modernen Eindruck macht. Die Uhr ist mit 10.00 bar als wasserdicht verifiziert und als Verschluss wird eine Dornschließe benutzt. Mit einem GehĂ€usedurchmesser von 46 Millimeter ist die automatik Fliegeruhr von Gigandet eine der etwas grĂ¶ĂŸeren Uhren. Genauso wie bei Fliegeruhren frĂŒher, wurden die Zeiger und Indexe mit einer Leuchtmasse versehen, wodurch man auch bei Nacht die Uhrzeit ablesen kann. Mit mehr als 32 Bewertungen und 4 von 5 Sternen ist der Red Baron eine beliebte automatik Fliegeruhr auf Amazon.

Automatik Fliegeruhren aus Saphirglas oder Mineralglas?

fliegeruhrenGrundsĂ€tzlich gibt es zwei verschiedene Arten von UhrenglĂ€sern bei Fliegeruhren. Sie können zwischen Saphirglas oder Mineralglas wĂ€hlen. Die etwas gĂŒnstigeren Varianten bestehen als Mineralglas was auch als Kristallglas bekannt ist. Dieses Glas wird mit anderen Oxiden noch widerstandsfĂ€higer gemacht und eignet sich dadurch als Uhrenglas fĂŒr Fliegeruhren. Falls es zu einem Bruch des Glases kommt, wird dadurch eine Bildung von Splittern verringert.

Eine besondere Art von Automatik Fliegeruhr sind mit einem Saphirglas ausgestattet. Saphir zĂ€hlt nach Diamanten und Moissanit zu dem dritt hĂ€rtesten transparenten Material auf der Welt. Durch dieses besondere hochwertige Material wird das Uhrenglas noch besser von Kratzern und BrĂŒchen geschĂŒtzt.

Automatik Fliegeruhren aus Saphirglas sind dementsprechend auch ein wenig teuer, allerdings auch hochwertiger. Falls Sie gerne herausfinden wollen, ob es sich bei Ihrer Uhr um Saphirglas oder Mineralglas handelt, können Sie einen Wassertropfen auf das Glas machen. Wenn der Tropfen direkt verlÀuft handelt es sich um Mineralglas, bei Saphirglas bleibt der Tropfen in seiner runden Form auf der OberflÀche bestehen.

Wenn Sie also eine Fliegeruhr kaufen und den robusten Charakter der Uhr unterstreichen möchten, empfiehlt es sich auf Saphirglas zurĂŒckzugreifen. Das Uhrenglas ist dann nicht nur kratzfester sondern auch noch besser vor BrĂŒchen geschĂŒtzt. Achten Sie auch darauf, dass es sich um entspiegeltes Saphirglas handelt, damit es bei Sonnenschein nicht zu zu starken Spiegelungen kommt.


Mechanische Variante: Fliegeruhr mit Handaufzug

Die ursprĂŒngliche Fliegeruhr wurde von Piloten per Handaufzug bedient um die Genauigkeit sicherzustellen. Durch genug Spannung auf der Aufzugsfeder, gibt die Fliegeruhr die exakte Uhrzeit an. Wenn Sie also in Nostalgie schwelgen wollen, empfiehlt es sich auf eine Fliegeruhr mit Handaufzug zurĂŒckzugreifen. Bei dieser Variante, erlebt man die Faszination der Fliegeruhr hautnah. Fliegeruhren mit Handaufzug oder besser gesagt mechanische Fliegeruhren gibt es online bei Shops wie Amazon, Ebay oder aber auch im Fachhandel.


Die Eigenschaften einer Pilotenuhr

Zu damaligen Zeiten war es am wichtigten, dass man die Uhrzeit auf einer Pilotenuhr lesen konnte. Aus diesem Grund wurde auch gerne auf das Logo und andere Verzierungen verzichtet. Mit einem kontrastreichen Ziffernblatt, sowie Zeigern welche im dunklen Leuchten. Damit die Uhr nicht reflektiert, wurde hĂ€ufig entspiegeltes Saphirglas benutzt, welches die Uhr zu einem robusten Werkzeug fĂŒr den Krieg machte. Die Uhr in ÜbergrĂ¶ĂŸe konnte mit Handschuhen bedient werden und hatte ein Armband in ÜberlĂ€nge.

Dadurch konnte man die Pilotenuhr auch ĂŒber der Kleidung befestigen. Die extra große Krone, machte das Einstellen mit Fliegerhandschuhen einfach. Die Zeiger fĂŒr Sekunden, Minuten und Stunden waren ebenfalls groß und gut zuerkennen, damit der Pilot jederzeit in einem Bruchteil von Sekunden die Uhrzeit ermitteln konnte. Das Ziffernblatt war aus dem Grund meist schwarz und die Ziffern und Zeiger weiß.

Das GehÀuse einer Pilotenuhr

Fliegeruhr GehÀuse

Das satinierte GehĂ€use einer Pilotenuhr reflektiert nicht und besitzt am rechten Rand eine große Krone um es mit Fliegerhandschuhen bedienen zu können. Polierte Uhren hĂ€tten beim Ablesen der Zeit zu stark reflektiert, weshalb auf eine Satinierung zurĂŒckgegriffen wird. Damit man die Krone gut bedienen konnte, war das UhrengehĂ€use nicht flach sondern eher etwas dicker. Damit war es fĂŒr Piloten einfacher Messungen durchzufĂŒhren. Das Uhrenglas war aus Saphirglas, welches fĂŒr eine kratzfeste OberflĂ€che sorgte. PrĂ€zision und Robustheit sind die Markenzeichen einer Pilotenuhr.

Das Uhrwerk einer Fliegeruhr

Fliegeruhr Uhrwerk

Zum damaligen Zeitpunkt waren Fliegeruhren mit einem manuellen Uhrwerk ausgestattet, was das Aufziehen der Aufzugsfeder zur Voraussetzung machte. Heutzutage sind automatik Fliegeruhren ebenfalls sehr beliebt, welche sich alleine aufziehen und somit immer die richtige Uhrzeit angeben. Auch heutzutage benutzen manche Piloten noch Fliegeruhren als treuen Begleiter. Seit 2012 wurde sogar ein technischer Standard fĂŒr die Fliegeruhr entwickelt, welcher drei verschiedene Bereiche abdeckt, damit die Uhr auch wirklich verlĂ€sslich genutzt werden kann. Mit der DIN-Norm 8330 wurde TESTAF weiterentwickelt und ist ein offizieller Standard fĂŒr Fliegeruhren. Um als Fliegeruhr das DIN-Verbandszeichen zu erhalten, muss jede Voraussetzung der Norm erfĂŒllt werden. So könnte eine Fliegeruhr im Notfall sogar die Borduhr ersetzten.

Das Armband einer Pilotenuhr

Fliegeruhr Armband

Eine stark beanspruchte Uhr braucht auch ein stabiles und robustes Armband. HĂ€ufig hatte die Pilotenuhr ein Armband in ÜbergrĂ¶ĂŸe, damit Piloten die Uhr auch ĂŒber der Kleidung tragen konnten. Schnell musste die Zeit abgelesen werden können und bei der Wahl des Armbandes fiel die Wahl meistens auf ein braunes oder auch schwarzes Lederarmband. Rindsleder war meistens braun und so gab es hauptsĂ€chlich braune LederarmbĂ€nder. Damit die Uhr wĂ€hrend waghalsiger Mannöver nicht um Arm oder Bein abfiel, wurde das Band mit zwei Metallnieten fixiert. Ein doppellagiges Band in Kombination mit einer Dornschließe sorgte fĂŒr den perfekten Halt in jede Situation. Das Band wurde dann in das doppellĂ€ufige Band eingefĂ€delt und hatte somit einen sicheren Halt. Heutzutage erhĂ€lt man die Fliegeruhr mit einem Armband in normaler LĂ€nge.

Telemeter und Tachymeter einer Fliegeruhr

Fliegeruhr Tachymeter

Wenn man die Entfernung von Objekten oder Ereignissen messen möchte, kann man einem Telemeter das Ereignis festhalten und sich die gestoppte Zeit anzeigen lassen. Dadurch kann man den Ort und die Entfernung bestimmen. Tachymeter hingegen sind dafĂŒr gedacht um die Geschwindigkeiten von Objekten zumessen. In einem Auto, Flugzeug oder auch die Geschwindigkeit eines Falles kann mit einem Tachymeter bestimmt werden. Heutzutage sind Telemeter und Tachymeter in den meisten Fliegeruhren ein fester Bestandteil. Der Telemeter kann besonders einfach an dem Beispiel mit Blitz und Donner erklĂ€rt werden. Sobald der Blitz am Himmel erscheint startet man den Telemeter und wenn der Donner zuhören ist, stoppt man. Mit dieser Anzeige kann man dann die Entfernung des Unwetters herausfinden.

Das Zifferblatt einer Pilotenuhr

Fliegeruhr Zifferblatt

Die meisten ZifferblĂ€tter von Pilotenuhren sind schwarz und selten dunkelblau. Die Zeiger hingegen weiß und mit einer Leuchtschicht belegt, damit man unter jeden UmstĂ€nden die Uhrzeit lesen kann. Die Anzeige fĂŒr Sekunden, Minuten und Stunden sind meistens in einem extra kleineren Feld angegeben und bei vielen Fliegeruhren Standard. Fast jede Fliegeruhr trĂ€gt auf dem Zifferblatt ein sogenannten Nullindex, welches die Form von einem kleinen Dreieck hat und auf 12 Uhr zeigt. Dieses Merkmal stammt aus der Kriegszeit und wurde fĂŒr Fliegeruhren Hersteller zur Vorgabe gemacht. Das wohl wichtigste Merkmal des Zifferblattes ist allerdings, neben einer guten Lesbarkeit, dass es nicht reflektiert, was durch eine matte und gekörnte OberflĂ€che gewĂ€hrleistet wird.


Die Geschichte der Fliegeruhr

Nachdem die Menschheit einer ihrer grĂ¶ĂŸten technischen Errungenschaften mit der Luftfahrt erreicht hat, strebten auch andere Branchen nach mehr Perfektion. Die Uhrmacherei, welche ebenfalls sehr viel Wert auf PrĂ€zision und technische Perfektion legt, entwarf die perfekte Uhr fĂŒr Piloten. Denn durch die hohen AnsprĂŒche, welche Piloten im Flugzeug erfĂŒllen mussten, entstand eine Nachfrage nach der passenden Uhr. Voraussetzung war, dass Piloten die Uhr auch mit ihren Handschuhen bedienen können, was zu einer Uhr mit grĂ¶ĂŸerem Design fĂŒhrte.

Geschichte-FliegeruhrAlles Begann mit dem berĂŒhmten Piloten Albertos Santo Dumont, welcher sich 1904 in Paris an den Uhrenmacher Louis Cartier wand. Die damals gelĂ€ufigen Taschenuhren eigneten sich nicht fĂŒr einen Piloten und deswegen bat er den Uhrenmacher eine Armbanduhr zu erstellen, welche den BedĂŒrfnissen eines Piloten entsprachen. Man sollte die Uhrzeit schnell erkennen können, mit Handschuhen die Uhr bedienen sowie Zeit stoppen. Dies und mehr half den Piloten die Flugzeit zu ermitteln und die AblĂ€ufe besser planen zu können.

Armbanduhren wurden zu damaligen Zeiten nur von Frauen getragen und wurden als Schmuck angesehen. Nachdem aber auch von Marine- und Artillerieoffiziere Armbanduhren benutzt wurden sowie Piloten die praktischen Helfer besassen, erlangte die Armbanduhr auch bei den MĂ€nnern allgemeine Beliebtheit und etablierte sich.

Damit die Pilotenuhr am Ärmel der Pilotenuniform befestigt werden konnte, wurden die ArmbĂ€nder in extra LĂ€nge hergestellt. Große Ziffern sowie ein kontrastreiches Zifferblatt stellten sicher, dass die Uhrzeit gut abgelesen werden konnte.

Die Fliegeruhr wurde stets weiterentwickelt und fand so auch Anwendung in der MilitĂ€rluftfahrt. Charles Lindbergh, ein bekannter amerikanischer Pilot, leistete seinen Beitrag und half DrehzifferblĂ€tter in der Uhr zu integrieren. Damit die Uhr auch bei MilitĂ€rlufteinsĂ€tzen eingesetzt werden konnte musste die Uhr Antimagnetismus, WiderstandsfĂ€higkeit gegenĂŒber unterschiedlichsten Belastungen beweisen.

Nachdem der Erste Weltkrieg vorĂŒber ging, wurden Flugzeuge mit Borduhren ausgestattet, welche die Aufgaben der Fliegeruhren ĂŒbernahmen. Piloten trugen die Uhren aber weiterhin fĂŒr private Zwecke oder bestimmte einzelne Aufgaben wĂ€hrend des Flugs.

Heutzutage ist die Fliegeruhr eine beliebte Herrenuhr, welche mit einem robusten GehĂ€use, elegantem Design und gut lesbaren Zifferblatt ĂŒberzeugt. Die Langlebigkeit der Uhr macht es fĂŒr viele zu einer passenden Armbanduhr fĂŒr viele AnlĂ€sse.


Offizieller Standard fĂŒr Pilotenuhren (TESTAF)

Der Fachbereich fĂŒr Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen und die Sinn Spezialuhren GmbH haben sich zusammen getan um einen Standard fĂŒr Pilotenuhren zu entwickeln. Damit sich eine Fliegeruhr mit der Verifizierung des ErfĂŒllen des Standards auszeichnen darf, mĂŒssen drei verschiedene Kriterien erfĂŒllt werden:

  1. Funktionalen Anforderungen erfĂŒllen. (exaktes Ablesen der Uhrzeit bei Tag und Nacht)
  2. Sichere Benutzung in Kombination mit anderen BoardgerÀten. (keine magnetische Folgen bei Boardinstrumenten sowie keine anderen Störungen)
  3. WiderstandsfĂ€hig und robust. (z.B. StĂ¶ĂŸe und Vibrationen aushalten)

Die Uhrenhersteller Sinn und Stowa haben bereits jeweils eine Fliegeruhr mit dem offiziellen Standard verifizieren lassen können. FĂŒr die PrĂŒfung wurde ein Regime von der FH Aachen gegrĂŒndet. Der Standard wird stets weiterentwickelt.


Eine Beobachtungsuhr als Herrenuhr

Die Beobachtungsuhr ist mit der Fliegeruhr verwandt und wurde hauptsĂ€chlich zur Navigation auf der See benutzt sowie im Flugzeug. WĂ€hrend des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde die Beobachtungsuhr zu militĂ€rischen Zwecken benutzt. Sie fand Verwendung fĂŒr als PrĂ€zisionsuhr, Deckuhr sowie auch als Chronometeruhr.

Ebenfalls wurden Flieger-Beobachtungsuhren im Krieg verwendet damit Navigatoren an Board eines Flugzeuges den exakten Standort ermitteln konnten. 1940 gab Deutschland sogar genaue Vorgaben an die Hersteller der Beobachtungsuhr weiter, welche verpflichtet waren in Zukunft die Uhr nach diesen Vorgaben zu produzieren.

Heutzutage ist die Beobachtungsuhr, genau wie die Fliegeruhr, ein beliebtes SammlerstĂŒck, welches durch ein edles Design, hervorragende Verarbeitung sowie einer sehr robusten Bauweise gerne als Herrenuhr getragen wird.


Fliegeruhren Marken

Nachdem die Fliegeruhr große Beliebtheit erfahren hat, haben sich immer mehr und mehr Uhren Hersteller auf die Produktion der Uhr konzentriert. Zu den bekanntesten Fliegeruhren Herstellern zĂ€hlt IWC, Citizen, Breitling, Laco, Longines, Omega, Zeppelin und Sinn. Aber auch andere Uhren Marken haben die besondere Pilotenuhr in Ihr Sortiment aufgenommen. Fliegeruhren gibt es nicht nur fĂŒr Herren sondern auch fĂŒr Damen und lassen sich in den unterschiedlichsten Preiskategorien finden.


Mondlandung inklusive

Die Fliegeruhr von Omega wurde sogar 1969 bei der ersten Mondlandung getragen. Die Moonwatch Professional wurde seit dem Zeitpunkt bei jeder bemannten Mondmission getragen. Die Qualifikation sowie technische Hochleistung, welche in dieser Uhr vereint wurde hilt sogar den extremen Bedingungen des Weltalls stand.


FAQ – HĂ€ufige Fragen zu Fliegeruhren

Eine Fliegeruhr ist ein MessgerĂ€t, was frĂŒher Piloten bei FlĂŒgen gedient hat. Sie unterscheidet sich zu einer Herrenuhr mit verschiedenen bestimmten Merkmalen. Die robuste Uhr hat ein dunkles Ziffernblatt sowie helle, im dunklen leuchtende Uhrenzeiger. Es ist möglich mit der Uhr Sekunden, Minuten und Stunden zu messen. Damals so wie heute kann die Fliegeruhr benutzt werden um Messungen beim Flug vorzunehmen. Damit die Fliegeruhr aber auch wirklich die richtigen Funktionen bietet, wurde eine DIN-Norm entwickelt, welche Uhren genau prĂŒft.
FrĂŒher waren Fliegeruhren mit einem manuellen Uhrenwerk ausgestattet. Heutzutage sind hochwertige Fliegeruhren automatik und ziehen sich selbst auf. AusgerĂŒstet mit einem Telemeter und Tachymeter kann man mit einer Fliegeruhr Entfernung sowie Geschwindigkeit messen.
Der Preis einer Fliegeruhr hÀngt davon ab, ob das GlasgehÀuse aus Saphirglas oder Mineralglas besteht. Ebenfalls manuelle oder automatik Uhrenwerke bestimmten den Preis. Fliegeruhren gehen auf Amazon ab ca. 80 Euro los. Im Durchschnitt kostet eine gute Fliegeruhr 150 Euro und mehr.
Mit einer Fliegeruhr können Sie Sekunden, Minuten und Stunden messen sowie immer recht schnell die Uhrzeit erkennen. Die Uhr ist ebenfalls fĂŒr eine robuste Bauweise bekannt. Einige Pilotenuhren sind außerdem auch wasserdicht.
Die Fliegeruhr wurde 1920 entwickelt und erlange 1950, nachdem sie von vielen Piloten und GenerÀlen getragen wurde, ihren Durchbruch. Heutzutage wird die Fliegeruhr bei den unterschiedlichsten AnlÀssen getragen und beeindruckt mit einer stabilen und robusten Bauweise sowie einem eleganten Design.

Quellen und weiterfĂŒhrende Informationen

 


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