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Traditionelle und junge italienische Uhren: 2. Jahrhunderte als Startpunkt

Bekannte italienische Uhren lassen sich bis zum Jahr 1860 zurückverfolgen. In Florenz gründete seinerzeit Giovanni Panerai ein Uhrmachergeschäft. Daraus entwickelte sich später die Officine Panerai als Manufaktur, die einige Patente entwickelte. Unter anderem stammt die Radiomir-Technik für fluoreszierende Ziffern von Panerai. Das Unternehmen ist heute für luxuriöse Armbanduhren für Damen und Herren bekannt. Charakteristisch sind das sportliche Design sowie die Funktionalität der Uhren mit hochwertigen mechanischen Uhrwerken. Heute ist Officine Panerai mit Sitz in Mailand Bestandteil der Schweizer Richemont Gruppe.

Italienische Uhren von Bulgari, gegründet 1884 in Rom

Die Tradition der Marke Bulgari reicht bis zur Gründung eines kleinen Schmuck- und Antiquitätengeschäfts in Rom durch den griechischen Einwanderer Sotirios Voulgaris zurück. Eigene Schmuck-Kreationen entwickelte Voulgaris ab etwa 1910. Uhren bietet die inzwischen in Bulgari umbenannten Marke erst seit 1980 an. Zu diesem Zweck gründete das Unternehmen die Bulgari Haute Horlogerie SA in Neuenburg in der Schweiz. Insofern handelt es sich bei Bulgari nicht um italienische Uhren. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich nach wie vor in Rom. Aufgrund der Uhrenherstellung in der Schweiz tragen Bulgari Uhren das Prädikat „Swiss Made“.

Italienische Uhren von U-Boat, Perseo und Breil

Drei italienische Uhrenmarken, deren Gründung auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückreicht, sind U-Boat, Breil und Perseo. U-Boat Uhren stammen aus der traditionsreichen Uhrenmanufaktur Fontana in der toskanischen Stadt Lucca. Der Erfolg des Unternehmens begann mit dem Auftrag zur Entwicklung professioneller Armbanduhren für U-Boot-Offiziere der italienischen Marine. Dieser Auftrag wurde nie realisiert, die Pläne für die funktionalen und hochwertigen Uhren lagen jedoch vor. Der Neffe des Firmengründers beschloss im Jahr 2000, Uhren nach dem Muster der alten Pläne für den zivilen Markt anzubieten. Das Konzept ging auf und die Marke erfreut sich großer Beliebtheit. Italienische Uhren der Marke stehen im sportlich-maritimen Stil für Damen und Herren zur Verfügung. Sie zeichnen sich durch Robustheit und hohe Funktionalität aus.

Perseo – italienische Uhren Schweizer Technik und langer Tradition

Genau genommen handelt es sich auch bei Perseo Uhren nicht mehr um italienische Uhren. Das Unternehmen wurde 1927 gegründet und belieferte über viele Jahre exklusiv die staatliche italienische Eisenbahngesellschaft mit Uhren. In den Uhren kamen von Beginn an die präzisen Schweizer Uhrwerke zum Einsatz. Im Jahr 1960 übernahm die Schweizer Firma Cortèbert das Unternehmen und organisierte den Vertrieb der Marke in der Schweiz. Seit den 1990er Jahren befindet sich das Unternehmen im Besitz der Schweizer Fernus Freres SRL.

Italienische Uhren von Perseo takten in vielen Ländern den Verkehr

Verkehrsbetriebe in verschiedenen Ländern der Welt gehören noch immer zum festen Kundenstamm der Marke Perseo. Obwohl sich der Firmensitz von Perseo noch immer in Mailand befindet, erfolgt die Herstellung der Uhren in der Schweiz. Viele Perseo Uhren tragen daher das Label „Swiss Made“. Die Preise der Perseo Uhren variieren zwischen etwa 200 und mehreren Tausend Euro.

Breil fertigt italienische Uhren erfolgreich seit 1942 an

Das 1939 von Innocento Binda in Mailand gegründete Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf modische Accessoires, bevor es 1942 Armbanduhren für Damen und Herren in sein Produktsortiment aufnahm. Bis heute hat das Unternehmen seinen Sitz in Mailand. Herstellung und Vertrieb der Produkte der Binda Group erfolgen in zahlreichen Ländern weltweit. Die Produktpalette umfasst moderne, klassische und besonders sportliche Armbanduhren für Damen und Herren.

Junge Marken entwerfen italienische Uhren mit Stil

Unter den jungen italienischen Uhrenmarken finden Sie Namen wie Sector und Visconti. Die Gründung der Unternehmen reicht in die 1980er Jahre sowie den Anfang des 21. Jahrhunderts. Die jüngste Marke stammt von der 2019 gegründeten Manufaktur Allemano. Das Turiner Unternehmen verwendet mit Ausnahme der Schweizer Uhrwerke ausschließlich italienische Produkte. Die Firmengründer legen großen Wert auf Präzision, Qualität und Stil. Daher ist jede Uhr von Alemanno in einer Holzschatulle verpackt. Seit 2013 bereichern italienische Uhren der Marke Visconti den Markt. Die Herstellung der hochwertigen Uhren des ursprünglich auf elegante Schreibgeräte spezialisierten Unternehmens erfolgt ebenfalls vollständig in Italien.

Sector – italienische Uhren mit sportlichem Charakter

Als Marke im unteren bis mittleren Preissegment sind Armbanduhren von Sector einer breiten Käuferschicht zugänglich. Die Sector Group SA wurde im Jahr 1973 in Santa Giustina in Colle in der Provinz Padua gegründet und ist bis heute dort ansässig. Seit 2001 gehört das Unternehmen der Bulgari Gruppe an. Sector machte von Beginn an durch auffällige Werbekampagnen mit Extremsportlern auf sich aufmerksam. Das brachte der Marke inzwischen den Beinamen No Limits ein. Das Design der Uhren ist auffällig, sportlich und geschmackvoll. Italienische Uhren von Sector sind mit Schweizer Quarz- und Automatikuhrwerken der Marke ETA ausgestattet.