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Die Uhrzeit im Handumdrehen: die besten Handaufzugsuhren im Überblick

handaufzugsuhren

pixabay.com Dighini

In der heutigen digitalen Welt kann es entspannend sein, seine flache Handaufzugsuhr jeden Tag selber aufzuziehen. Ein kleiner Moment des stillen Rituals, der den eher philosophisch eingestellten Menschen dazu bringen kann, über die Natur des Lebens und der Existenz nachzudenken.

Für die meisten Menschen unserer Zeit klingt die Wahl zwischen automatischen und Handaufzugsuhren als absurd. Warum in aller Welt sollte man eine Handaufzugsuhr wollen, die jeden Tag selbst aufgezogen werden muss, wenn man eine bekommen kann, die sich automatisch aufzieht? Für manche Menschen ist das jedoch nicht so einfach.

Die Begriffe ‚Handaufzugsuhr‘ und ‚automatische Uhr‘ beziehen sich darauf, wie die Kraft auf die Aufzugsfeder übertragen wird. Wie dies bei einem manuellen Aufzug geschieht, ist ziemlich offensichtlich. Sie drehen die Krone, die wiederum die Aufzugsfeder aufzieht, und mit Hilfe einer Ratsche wird die Feder aufgezogen gehalten und daran gehindert, sich abzuwickeln.

Sicher, ein automatisches Uhrwerk ist einfacher und bequemer, aber edle Handaufzugsuhren, die von Hand aufgezogen werden müssen, haben einen spürbaren Charme der alten Schule. In diesem Sinne möchten wir Ihnen die bekanntesten unserer Lieblingsuhren mit Handaufzug vorstellen:


Beliebte Schweizer Handaufzugsuhren

In der Schweiz sind eine Menge unterschiedliche Handaufzugsuhren entstanden. In Kürze stellen wir Ihnen bekannte davon vor.

Rolex Oyster Perpetual Submariner

Als Archetyp der Handaufzugsuhren gehört die 1953 geschaffene Oyster Perpetual Submariner Taucheruhr zu den bekanntesten Handaufzugsuhren mit ihrer historischen Verbindung zwischen Rolex Uhren und der Unterwasserwelt.

Ihr 40-mm-Gehäuse, das bis zu einer Tiefe von ca. 300 Metern wasserdicht ist, und ihre einseitig drehbare, abgestufte Lünette machen sie zu einem unverzichtbaren Instrument für jeden Taucher. Das Zifferblatt bietet eine hervorragende Ablesbarkeit dank der Chromalight-Stundenmarkierungen und der Zeiger, die mit einem langanhaltenden blauen Leuchtstoff gefüllt sind. Die Triplock-Aufzugskrone mit dreifacher Wasserdichtigkeit wird durch einen Kronenschutz geschützt, der ein wichtiger Bestandteil von dem Mittelgehäuses darstellet. Das Saphirglas ist nahezu kratzfest.

Die Gangreserve beträgt 48 Stunden.

Omega Speedmaster Moonwatch

Unter den bedeutendsten Handaufzugsuhren ist die Omega Speedmaster ein ikonischer Zeitmesser, da sie bei allen sechs Mondmissionen dabei war. Das Highlight dieser Handaufzugsuhr ist ihr schwarzes Zifferblatt, das von einem Hesalitglas bedeckt ist, einer Form eines fortschrittlichen synthetischen Kristalls. Es ist zwar nicht so hart wie Saphirglas, aber drei grosse Vorteile von Hesalit sind, dass es leicht ist, mattiert und leicht poliert werden kann, wenn es zerkratzt wird. Ein kleines Sekundenzifferblatt, ein 30-Minuten- und ein 12-Stunden-Zähler sowie ein zentraler Chronographenzeiger vervollständigen das Erscheinungsbild. Das mechanische Omega-Kaliber 1861, das legendäre Handaufzugswerk, treibt den Chronographen an.

Die Gangreserve der Omega Uhr beträgt 48 Stunden.

Jaeger-LeCoultre Reverso Calendar

Die Reverso ist zweifellos eines der kraftvollsten Designs des 20. Jahrhunderts unter den Handaufzugsuhren. So viele Geheimnisse sind mit einem Reverso-Gehäuse verbunden, das sich umklappen und unterschieben lässt.

Die Reverso Calendar schwärmt nicht nur vom altmodischen Aufziehen einer Krone, sondern verfügt auch über einen Jahreskalender (der nur einmal im Jahr justiert werden muss) und eine Mondphasenanzeige, die sich in der Mitte des Datumsunterzifferblatts auf der 6-Uhr-Position befindet. Die Uhr wird von einem hauseigenen Kaliber 843 angetrieben, schlägt mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und besteht aus 231 Teilen, die sich um die verschiedenen Funktionen und Komplikationen kümmern.

Die Gangreserve beträgt 45 Stunden.


Deutsche Handaufzugsuhren im Überblick

Auch in Deutschland sind sehr schöne Handaufzugsuhren in der Vergangenheit entstanden. Deutsche Ingenieurskunst war schon immer sehr beliebt und spiegelt sich auch bei den Uhren wieder. Im Folgenden sehen Sie bekannte Uhren die Ihren Ursprung in Deutschland haben.

Glashütte Original Senator Panoramadatum

Glashütte Original offenbart die faszinierende Kunst der feinmechanischen Uhrmacherei mit der Senator Chronograph Panoramadatum. Diese zeigt die charakteristische symmetrische Harmonie der klassischen und doch modernen Senator-Linie der Manufaktur.

Das Zifferblatt präsentiert einen eleganten 12-Stunden-Chronographenzähler bei 12 Uhr, während die Panorama-Datumsanzeige mit schwarzen Ziffern auf elfenbeinfarbenem Grund in der Mitte der unteren Zifferblatthälfte positioniert ist. Die kleine Sekunde mit schwarz-weisser Gangreserveanzeige erscheint bei 9 Uhr, der 30-Minuten-Chronographenzähler bei 3 Uhr.

Die Gangreserve beträgt mindestens 48 Stunden.

Nomos 38 Datum

Die Nomos 38 Datum ist eine Vergrösserung der ursprünglichen, grosszügig dimensionierten, anspruchsvollen und wunderbar schönen Vorgängerin. Ohne Gangreserveanzeige ist diese Uhr noch klarer, reduzierter und dank der größeren Größe auch ein wenig maskuliner.

So kosmopolitisch dieser Zeitmesser auch sein mag, so präsentiert er doch die Glashütter Uhrmacherkunst in Reinkultur. Ein Blick durch den Saphirglasboden offenbart das Uhrwerk DUW 4101 mit dem Nomos Swing System – der hauseigenen Hemmung, die inzwischen zum Synonym für die Nomos 38 Datum geworden ist. Die Höhe des Werks beträgt nur 2,8mm.

Die Gangreserve beträgt mindestens 42 Stunden.

Lange & Söhne Odysseus

Die Odysseus von Lange & Söhne ist der Grundstein für eine neue Uhrenfamilie, die sich an aktive Nutzer richtet. Ihr Gehäuse hat eine vergleichsweise hohe Wasserdichtigkeit und ist gegen äussere Einflüsse geschützt.

Der Rotor der Odysseus dreht sich in beide Richtungen und ist unidirektional gewickelt. In seiner Lagerung minimieren sieben Keramikkugeln die Reibung. Die äussere Schwungmasse des Rotors ist aus Platin gefertigt und mit fünf gebläuten Stahlschrauben befestigt. Das Material des Mittelsegments ist schwarz-rhodiniertes Arcap.

Die Gangreserve beträgt 48 Stunden.


Wie zieht man eine Handaufzugsuhr richtig auf?

Die Tatsache, dass die Aufzugsfeder eines Handaufzugswerks nicht den ganzen Tag über unter der gleichen konstanten Spannung gehalten wird, beutetet, dass die Genauigkeit einer Handaufzugsuhr im Vergleich zu einer Automatik etwas stärker schwankt. Wenn sich Handaufzugsuhren dem Ende ihrer Gangreserve nähern, neigen sie dazu, etwas langsamer zu gehen. Umgekehrt können Handaufzugsuhren, wenn sie gerade aufgezogen wurden, sehr leicht schneller laufen.

Solange Sie Ihre Uhr jedoch jeden Tag etwa zur gleichen Zeit aufziehen, gibt es in der Praxis nur einen geringen oder gar keinen erkennbaren Unterschied zwischen der Ganggenauigkeit eines Automatik- und eines Handaufzugswerks.

Ziehen Sie Ihre Handaufzugsuhr niemals auf, während Sie sie tragen. Nehmen Sie sie immer ab und halten Sie sie in einer Hand, damit Sie sie mit der anderen Hand aufziehen können.

Der Grund dafür ist, dass Sie die Krone immer nach oben ziehen, wenn Sie Ihre Uhr aufziehen, während Sie sie tragen. Dadurch wird unnötige Kraft auf die Aufzugsstange und die Krone ausgeübt. Das Innenrohr der Krone ist ein empfindliches Teil, das Sie leicht verbiegen können. Stellen Sie deshalb sicher, dass sich die Krone in der neutralen Position befindet.

Nehmen Sie die Krone zwischen Daumen und Zeigefinger und beginnen Sie, sie von sich weg aufzuziehen. Sie müssen nicht extrem vorsichtig sein, aber Sie wollen auch keine rohe Gewalt anwenden. Seien Sie geduldig, kein Grund zur Eile. Nach einer Weile werden Sie spüren, wie sich ein gewisser Widerstand aufbaut. Gehen Sie langsam vor, bis Sie den Punkt erreichen, an dem die Krone nicht mehr weiter aufgezogen werden kann. Wenn dies erledigt ist, haben Sie Ihre Handaufzugsuhr erfolgreich aufgezogen.



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